Praxis-Tipps

Die Sorge um die Kranken

Aufgabe der Gemeinde

Wenn die Sorge um die Kranken ein Grundanliegen der Kirche ist und sein soll, kann sie sich nicht nur auch auf noch so gut gemeinte und auch gestaltete Feiern der Krankensalbung beschränken. Wo und wie kann eine kontinuierliche „Für-Sorge“ liturgisch zum Ausdruck kommen und für die Gemeinde erfahrbar werden?

Zum einen in den Fürbitten. Dieses Gebet hat ja gerade die Anliegen und das Wohl derer im Blick, die nicht in der Versammlung zum Gottesdienst anwesend sind. Nun wird in den Fürbitten oft für alles mögliche gebetet – oft sogar handelt es sich nur Bitten, die das eigene Wohlergehen im Blick haben –, wie selten sind unter den Anliegen auch konkrete Bitten dieser Art:

• Für die Kranken unserer Gemeinde, die heute nicht hier sein können und derer wir im Gebet gedenken: Dass sie sich von uns getragen fühlen und zur baldigen Genesung kommen mögen, lasst uns beten zum Herrn.

Ein zweiter Ort: Die Krankenkommunion. Sie wird in vielen Gemeinden nicht vom Priester und Diakon allein durchgeführt, sondern auch von Männern und Frauen, die sich für diesen Dienst des Kommunionhelfers bereiterklärt haben und dazu beauftragt worden sind. Ihre Aufgabe kann es dabei sein, im Anschluss an den Gemeindegottesdienst einem Kranken die Kommunion zu bringen und mit ihm einen kurzen Wortgottesdienst zu feiern. Es wäre ein wichtiges Zeichen der Sorge einer ganzen Gemeinde für ihre Kranken, wenn die Männer und Frauen, die diesen Dienst verrichten, am Ende der Kommunion bzw. danach diese erhalten und mit einem Wort des Priesters „ausgesandt“ würden und einen Gruß an die Kranken mitbekämen. Gerade das Erleben dieser Sendung zur Überbringung der Kommunion an die Abwesenden, die uns schon aus ältester Zeit überliefert ist (Justin), ist dabei sehr wichtig: Denn wenn eine Gemeinde es regelmäßig erfährt, dass ihren Kranken die Kommunion aus der Sonntagsmesse heraus gebracht wird, wird sie diese auch eher im Blick behalten.

aus: Guido Fuchs, Sinnenfällig. Eucharistie erleben, Verlag Friedrich Pustet

Mehr zum Buch

-> Literaturtipp zum Thema: Christoph Seidl, … und ihr habt mich besucht. Gebete und Hilfen für Krankenbesuch und Krankenkommunion

 

 

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