Aus der Redaktion

Segen zum Muttertag

Das Gebet für die Mütter stand am Anfang dieses Tages

 Der Muttertag erscheint vielen als ein aufgesetzter, künstlicher Feiertag, an dem die Floristen und andere Geschäftszweige die Geldbeutel anderer ordentlich abschöpfen. Ideologien haben ebenfalls die Mütter für ihre Zwecke ausgenutzt und propagandistisch in den Vordergrund gestellt. Trotz allen Unbehagens auf der einen Seite – der Muttertag lässt sich andererseits nicht wegdiskutieren: in vielen Familien wird noch vor dem Kirchgang vielleicht beim (entsprechend vorbereiteten) Frühstück den Müttern gratuliert.

Kein „kirchlicher“ Tag?

Kann die Kirche, die die Mutter Gottes so hoch stellt, in ihr die Mutter aller Glaubenden sieht und sie als die Mutter schlechthin besingt, dieses Phänomen ignorieren? Niemand erwartet einen Gottesdienst „zum Thema Mutter”. Aber ein Eingehen auf den Muttertag steht der Kirche gut an, und sei es in einem Segensgebet am Ende des Gottesdienstes, wie es exemplarisch im Abschluss an diese Überlegungen zu finden ist.

Erinnerung an die eigene Mutter zog Kreise

Die Begründerin der Muttertagstradition, Anne M. Jarvis, hatte bei ihrer Anregung das Gebet für die Mutter sehr bewusst eingeplant (wie übrigens auch J. B. Dodd für die Vatertagsfeiern). Sie hatte am 9. Mai 1905 ihre Mutter verloren. „Am Jahrestag des Todes veranstaltete sie ein Erinnerungstreffen. Sie ermutigte andere verwaiste Söhne und Töchter, ähnliches zu tun. 1907 wurde ein Gottesdienst abgehalten, 1908 wurde aus diesem Muttergedenken ein Feiertag in Philadelphia, 1912 in der Methodistenkirche, 1913 in Pennsylvania und am 8. Mai 1914 führte die Mothers Day Bill des Kongresses zu einem Feiertag in den USA“ (Herbert Rauchenecker). Die Instrumentalisierung dieses Tages sollte nicht abhalten, an die Bedeutung der Mutter in der christlichen Religion gelegentlich zu erinnern – gerade in einer Zeit, in der man beginnt, die mütterlichen Züge Gottes wiederzuentdecken. Dies kann ein solches Segensgebet tun – und dazu auch ein Dankeschön sein.

Seid gesegnet in euren Kindern.
Die Liebe, die ihr ihnen erweist,
möge euch vergolten werden,
der Verzicht auf Vieles sich in Reichtum wandeln.
Die Mühen, die ihr auf euch nehmt,
möge Gott euch lohnen:
Er lasse euch die Kinder eurer Kinder sehen
und schenke euch Gesundheit, Frieden und Glück.
So segne euch und uns alle
der Menschen liebende Gott,
der Vater, der Sohn und der Heilige Geist.

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